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Glücksbringer: Wie du sie nutzten kannst, um deine Mitte zu finden

Wir alle haben schwierige Zeiten, in denen wir wütend oder ängstlich sind und uns von diesen Emotionen verleiten lassen, Dinge zu tun, die wir später bereuen oder uns nicht gut tun. Jeder weiss, dass wir aus einer Emotion heraus nicht die richtige Entscheidung treffen und dennoch ist es in diesen Momenten schwer, zu widerstehen nicht impulsiv zu handeln. Dazu müssten wir die innere Mitte wieder finden. Der erste Schritt dazu ist, dass wir uns daran erinnern, dass wir eine innere Mitte haben. Wenn du es schaffst, dich an einem schwierigen Tag daran zu erinnern, dass das Gute auch in dir ist, wird es spürbar und hilft dir dabei aus der vorhandenen Negativität auszusteigen. Eine wunderbare Möglichkeit sich daran zu erinnern, ist das Tragen von Glücksbringern.

Glücksbringer erinnern uns an das Gute im Leben

Die Schwierigkeit dabei ist – es muss uns erst einfallen. In einem Moment voller Wut, Angst, Zweifel ist es zugegeben nicht einfach sich zu erinnern, dass in uns eine innere Mitte existiert. Die zerstörerische Seite dieser negativen Gefühle will sich austoben. Gegen dich selbst und gegen andere. Da kommt die Kraft der Glücksbringer ins Spiel. Diese sind eine grosse Hilfe, um uns bewusst zu werden, dass wir eine Wahl haben. Sie haben die Funktion dich daran zu erinnern, dass du eine innere Mitte hast und dass du dich für sie und gegen die Negativität entscheiden kannst.

Genau dazu sind spirituelle Glücksbringer wie Amulette, Malas, Lichkristalle usw. gemacht. Am besten wirken gesegnete Objekte, weil diese eine unterstützende Kraft in sich tragen. Beim Segnen gibt es eine Verbindung vom Objekt zum universellen Feld einer Gutheit, Kraft und Liebe, mit der du dich bewusst verbinden kannst. Der Umgang mit unserer eigenen Negativität ist der epische Kampf zwischen Gut und Böse. Dieser findet nicht aussen, sondern in uns drin statt.

Kürzlich habe ich einen Film geschaut, in dem dieser Zusammenhang schön aufgezeig that, wie uns Kraftobjekte helfen uns für das Gute im Leben zu entscheiden. Der Titel des Films ist Hellboy.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass dieser Film nichts mit Spiritualität zu tun hat. Doch wenn man genauer hinschaut, so ist es erstaunlich, wie viel Weisheit drin steckt. Das spirituelle Wissen ist nur verborgen und will von denen entdeckt werden, die sich dafür interessieren.

Hellboy zeigt sehr schön auf, wie wir mit unserer zerstörerischen Seite umgehen lernen können. Dabei entdecken wir die Kraft die darin steckt und wie wir sie für uns nutzen können. Er zeigt also auf, wie unser Unterbewusstsein mit der Seelenebene und dem eigenen Willen zusammenarbeitet. Falls du den Film nicht gesehen hast: hier eine kurzer Überblick.

Die Filmgeschichte

Hellboy ist ein Wesen, das aus den Flammen der Hölle geborgen wird. Er ist aus einer anderen Welt mit einer dunklen Bestimmung. Es kommt durch ein Raum-/Zeitportal auf die Erde. Doch statt der Welt die Zerstörung zu bringen, fällt er als Baby durch einen Zufall Professor Broom in die Hände, der ihn fortan liebevoll wie seinen eigenen Sohn aufzieht. Als Erwachsener ist Hellboy launisch, furchteinflössend und oft wütend. Er ist gross, muskulös, rot und hat zwei Hörner, die er sich täglich abfeilt, weil er sie nicht mag. Er hat auch eine menschliche, freundliche, liebende Seite. So wohnt er zum Beispiel mit einem Dutzend süsser Kätzchen zusammen, die er hegt und pflegt und ist heimlich in eine Frau verliebt.

Natürlich ist es in diesem Film so, dass Hellboy am Ende die Welt retten muss, sonst wäre er kein Superheld. Im Verlauf des Films kommt ein Bösewicht ins Spiel, der den Professor (Broom, Hellboys Ziehvater) tötet und damit erreichen will, dass Hellboy seiner Bestimmung folgt: das Tor zur Unterwelt zu öffnen, was gleichzeitig den Untergang der Welt bedeuten würde. Hellboy weigert sich. Dann greift der Bösewicht zu seinem stärksten Mittel, um Hellboy gefügig zu machen: er tötet die Frau, in die Hellboy verliebt ist.

Hellboy, gefesselt und machtlos, muss zusehen, wie der Bösewicht seiner Angebeteten die Seele aussaugt und „auf die andere Seite“ schickt. Nur wenn Hellboy seine erlernte Identität vergisst und seiner zerstörerischen Bestimmung folgt, kann er die Seele seiner Angebeteten einfordern. Er versinkt in die Resignation, alle Hoffnung verlässt ihn in diesem Moment. Sinnbildlich zerstört der Bösewicht die Liebe in ihm. Wie ferngesteuert von diesen Emotionen macht er sich auf, seiner Bestimmung zu folgen und öffnet nacheinander die Schlösser zum Portal der Hölle.

Als er dabei ist, das letzte Schloss zu öffnen, wirft ihm ein Freund eine Gebetskette zu, welche Hellboy von seinem Ziehvater bekommen hat. Er fängt sie mit der Hand auf, schaut sie an und kommt ins Wanken.

 

Dazu der Dialog der finalen Szene:

Freund: Du musst dich daran erinnern, wer du bist!
Hellboy: 

(dreht sich um, der Freund wirft ihm die Gebetskette zu. Hellboy fängt die Kette und das daran befestigte Kreuz brennt sich auf seiner Hand ein. Hellboy betrachtet es und fängt sich an zu erinnern.)

Bösewicht: Glaube mir, ich habe lange genug gelebt um zu wissen, dass dieser Welt keine Träne nachgeweint wird.
Freund: Du selbst kannst entscheiden. Dein Vater hat dir das ermöglicht.
Bösewicht: Nein, du hast keine Wahl, öffne es! Tu es!
Hellboy: (besinnt und entscheidet sich, es nicht zu tun. Er bricht den Prozess ab und damit ist Welt gerettet, das Tor zur Unterwelt schliesst sich wieder.)
Bösewicht: Nein! Was hast du getan!!!
Hellboy: Ich habe entschieden!
Bösewicht: (provoziert ihn) Du wirst deine Bestimmung niemals erfüllen. Du wirst die Macht in Dir niemals verstehen.
Hellboy:  Damit muss ich dann wohl leben. (Der Bösewicht stirbt, die Seele von Hellboys Geliebter kehrt wieder in ihren Körper zurück und wir haben ein Happyend.)

Die Wahl von Zerstörung und Menschlichkeit

Dieser Filmausschnitt beschreibt den inneren Kampf, um die Rückkehr in die eigene Mitte. Den Sieg über den Drang der Wut, alles zu zerstören. Beziehen wir diese Szene auf unsere innere Welt, so wird klar, dass wir die Situation von Hellboy sehr gut kennen. Der Kampf zwischen Gut und Böse, den wir in so vielen Filmen sehen, ist eigentlich der Kampf um unsere eigene Menschlichkeit.

In dem wir uns immer wieder für das Gute in uns entscheiden und nicht aus Angst oder Wut heraus entscheiden. Lassen wir uns von unserer Wut überwältigen, so fallen wir aus der inneren Mitte heraus. Was sind die Beweggründe für unsere Meinungen, Entscheidungen? Wie wählen wir? Aus der Angst, aus der Wut oder aus der Klarheit unseres inneren guten Kerns?

Wut und Angst wollen uns immer weismachen, dass wir keine Wahl haben, dass wir uns nach ihnen richten müssen. Darin sind diese Gefühle stark und äusserst überzeugend. Diese Gegebenheit wird im Film vom Bösewicht verkörpert und eindrücklich dargestellt. Die Wahl zwischen Zerstörung und Menschlichkeit ist eines der spirituellsten Themen die es überhaupt gibt!

In Situationen wo wir wütend sind, ist es nicht einfach uns daran zu erinnern, dass wir eine Wahl haben, zumal uns die dann vorherrschenden Emotionen glaubhaft machen wollen, dass wir sie nicht haben. Deshalb brauchen wir Unterstützung.

Ein gesegneter Glücksbringer

Eine gute Hilfe ist, einen Glücksbringer an sich zu tragen, der diese Erinnerungsfunktion übernimmt. Bei Hellboy war es die Gebetskette seines Vaters. Das kann auch ein Amulett, ein Ring oder ein Armband sein. Damit er die gewünschte Wirkung entfalten kann ist es wichtig, dass du ihn so an dir trägst, dass du ihn siehst oder spürst. Du wünschst dir, dass dein Glücksbringer dich an deine Menschlichkeit erinnert und nimmst immer wieder Kontakt damit auf.

In einem schwierigen Moment, wenn du ängstlich oder wütend bist, erinnert dich der Glücksbringer an deinen eigenen Willen. Er macht klar, dass du eine Wahl hast, dass du ein mutiges Wesen bist. Auf einmal weißt du, dass du dich nicht von der Angst oder von der Wut lenken lassen musst, sondern menschlich sein kannst. Und was macht einen Menschen zum Menschen? Es sind die Entscheidungen, die er trifft. Damit kreieren wir unser Leben.

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